„Vor Ort“ im Rumphorstviertel

Der neu gestaltete Emmy-Herzog-Platz im Herzen des Rumphorstviertels war diesmal Aktionsort in der Reihe „vor Ort“ des Rumphorstviertel e.V. Der Verein zur Stärkung der nachbarschaftlichen und sozialen Kontakte hatte die interessierte Nachbarschaft zu Kaffee und Keksen eingeladen und informierte bei noch kühlen Frühlingstemperaturen über Mitmachaktivitäten und Angebote, Arbeitsgruppen, Themenspaziergänge sowie eine soziale Fahrradwerkstatt.

Neben der Freude über den neuen Platz wurde auch deutlich Kritik laut, dass noch immer kein Platzschild existiere, das über die 2009 im Alter von 106 Jahren verstorbene Zeitzeugin Emmy Herzog informier, ihre Fluchtgeschichte und die Ermordung ihres Mannes Leo Steinweg durch die Nazis. In der vor Ort erarbeiteten Ideenbörse standen ein Öffentliches Bücherregal, ein Trinkerwasserspender und ökologische Verbesserungen wie Insektenhotels auf den vorderen Plätzen.

Vereinsvorsitzender Wolfgang Bensberg zeigte sich sehr erfreut über die rege Teilnahme aus dem Stadtviertel. Nur die unmittelbare Platznachbarschaft, fast ausschließlich Neubewohner im Stadtteil, schien über den Menschenauflauf eher verwundert als interessiert, umso mehr Grund hier über die Möglichkeiten auch ehrenamtlichen Engagements im eigenen Umfeld zu informieren. In zahlreichen persönlichen Nachbarschaftsgesprächen warb Christel Weichelt, stellvertretende Vorsitzende und Motor sozialer Vernetzung, für die Vereinsaktivitäten.  


Mitarbeit ist im Verein immer erwünscht. Auch Gäste aus anderen Stadtteilen sind zu den vielfältigen Angeboten immer herzlich willkommen.

allgemeiner Blick auf den neuen Emmy-Herzog-Platz


Das Leben von Emmy Herzog als Überlebende der Nazi-Zeit stand im Mittelpunkt des Treffens


„Mein Leben mit Leo“

In dem Buch schildert sie ihre Erinnerung an ihren Mann Leo, der 1942 im KZ Flossenburg ums Leben kam


Aktive des Rumphorstvietel e.V. präsentierten eine mobile Bücherbox und hoffen auf einen Öffentlichen Bücherschrank am Emmy-Herzog-Platz